Abklärungsgespräch

Erfassung der Situation und Wahl der geeigneten Therapieform.

 

Krisenintervention

Bei der Krisenintervention handelt es sich meistens um eine Kurztherapie. Der Fokus liegt auf der Wiederherstellung der psychischen Leistungsfähigkeit. Dabei werden therapeutische Elemente aus unterschiedlichen Therapierichtungen (Verhaltenstherapie, Gestalttherapie, Entspannungstherapie, imaginative Verfahren) eingesetzt. Das therapeutische Gespräch ist strukturiert und fokussiert.

 

Psychoanalytische Psychotherapie

In der psychoanalytischen Therapie geht es darum, die aktuelle Krise als Chance zu sehen, um mehr über sich zu erfahren. Es geht darum, durch das Gespräch die unbewussten Kräfte, die die Symptome verursachen, zu erkennen und zu verstehen, diese zu bearbeiten, um die Konflikte anders lösen zu können als bisher. Es geht also darum, ein Verständnis der aktuellen Problematik vor dem Hintergrund der eigenen Lebensgeschichte zu erhalten, um so die alten Muster loslassen zu können, freier und selbstbestimmter zu werden und anders mit der aktuellen Situation umgehen zu können. Das Erkennen der alten Konflikte und das Lösen der aktuellen Problematik führt zu einer Persönlichkeitsentwicklung: Man lernt mit den Lasten des täglichen Lebens bewusster und lustvoller umzugehen. Die psychoanalytische Psychotherapie leitet sich aus der von Sigmund Freud (1856–1939) begründeten Psychoanalyse ab. Während man die Sitzungen in der Psychoanalyse liegend auf der Couch absolviert, sitzt man sich bei der psychoanalytischen Therapie gegenüber. Das Prinzip der psychoanalytischen Behandlung ist die freie Assoziation. Der Klient soll dem Therapeuten seine Gedanken, Träume und Fantasien möglichst frei mitteilen, die ihm während der Therapiestunde durch den Kopf gehen. Diese können dem Klienten wichtig oder unwichtig erscheinen. Der Therapeut versucht, durch das Gesagte die unbewussten Kräfte zu erkennen, um diese dann in Form einer Deutung dem Klienten mitzuteilen. Dadurch verlieren die Kräfte an Einfluss und die Symptome, die durch das Unbewusste mit verursacht wurden, verblassen.

Angebot Dr. med. H. Steinmann


Kognitive Verhaltenstherapie

Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist eine Psychotherapierichtung, die sich in den 60er Jahren unter Aaron T. Beck und Albert Ellis entwickelte. Die kognitive Verhaltenstherapie geht davon aus, , dass unsere Kognitionen-das heisst, unsere Gedanken, Selbstgespräche, Einstellungen, Bewertungen und Überzeugungen- beeinflussen, wie wir fühlen, körperlich reagieren und uns verhalten. Um ein anderes Verhalten zu lernen, ist das Bewusstmachen und aufmerksame und achtsame Wahrnehmen von Kognitionen und die Wechselwirkung von Gefühlen, Gedanken und körperlichen Empfindungen im Zentrum der kognitiven Verhaltenstherapie.

Angebot Dr. med. R. Bachmann Heinzer

 

Achtsamkeitsbasierte Verfahren

Im Zentrum der achtsamkeitsbasierten Verfahren steht das nicht-wertende Annehmen und Akzeptieren dessen, was im gegenwärtigen Moment da ist-Gefühle, Körperempfindungen und Gedanken. Durch Einüben von „Stillem Sitzen“, von Gehmeditation, von Atemmeditation sowie durch eine achtsame Haltung auch bei alltäglichen Verrichtungen können wir den gegenwärtigen Moment achtsamer und bewusster wahrnehmen. Im Hier und Jetzt zu sein und den gegenwärtigen Zustand so zu akzeptieren, wie er momentan gerade ist, hilft uns, widerstandsfähiger zu werden und stärkt uns, um in belastenden Situationen mit Stress umzugehen.

Angebot Dr. med. R. Bachmann Heinzer


EMDR – Eye Movement Desensitization and Reprocessing

Bei einem Trauma oder einer schweren Belastungssituation kann es uns sehr schwer fallen, das Geschehene zu verarbeiten und als einen Teil von unserer Lebensgeschichte zu akzeptieren. Wir bleiben psychisch im Trauma hängen und können von Flashbacks, Schreckhaftigkeit, Angst, Schlaflosigkeit oder anderen Symptomen geplagt werden. Es ist wie wenn unser Hirn uns sagen möchte: „Du bist immer noch IN der Situation! Also gib Acht!!“.
Francine Shapiro hat herausgefunden, dass wenn man gleichzeitig an das traumatische Ereignis denkt, währendem der Therapeut mit schnellen Fingerbewegungen den Patienten zu rhythmischen Augenbewegungen anhält, das Trauma leichter verarbeitet werden kann und die Angst reduziert wird.
So können wir lernen, dass uns zwar etwas sehr Schlimmes widerfahren ist, dass es aber vorbei ist und zu unserer Vergangenheit gehört. Wir können an das Trauma denken, ohne Angst zu haben und ohne dass wir von den Gefühlen von früher überflutet werden.

• Angebot Dr. med. H. Steinmann & Dr. med. R. Bachmann Heinzer

 

Integrative Therapie

Die Integrative Therapie nach Hilarion Pezold (geb. 1944) ist ein ganzheitliches psychotherapeutisches Verfahren, in welchem die seelischen, körperlichen und geistigen Aspekte der Persönlichkeit als eine Einheit verstanden werden.
Das Herzstück der Integrativen Therapie ist die Begegnung und Beziehung. Die intersubjektive Bezogenheit und Wechselwirkung von Mensch und Umwelt gilt als Grundbedürfnis und Wesensmerkmal des Menschen.
Die zentrale Bewusstseinsarbeit in der Integrativen Therapie umfasst „Wahrnehmen, Erfassen, Verstehen und Verändern“ und beinhaltet eine respektvolle Begegnung mit jedem individuellen Lebensentwurf.

• Angebot D. Scagnetti & K. Grindler

 

Gestaltende Psychotherapie

Die Gestaltende Psychotherapie schliesst bildnerisches Gestalten (malen und zeichnen) und imaginative Visualisierung in den therapeutischen Prozess ein. Ihre Wirkung basiert auf drei Hauptpfeilern, der therapeutischen Beziehung, dem kreativen Prozess und der Kraft des Schöpferischen als Stärkung der eigenen Ressourcen und Unterstützung der persönlichen Anliegen.

• Angebot D. Scagnetti & K. Grindler

 

Ego State Therapie

Die Ego State Therapie wurde von John (1913–2012) und Helen Watkins entwickelt. Sie geht vom Modell verschiedener Ich-Anteile (Ego States) aus. Es wird unterschieden zwischen mächtigen, emotionalen, integrierten und abgespaltenen Anteilen. Ziel der Therapie ist, die innere Kommunikation zu fördern, um die damit verbundenen Bedürfnisse und Standpunkte besser miteinander abzustimmen und zu integrieren.

• Angebot D. Scagnetti & K. Grindler